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Der Abstieg

Der Abstieg liegt nun vor uns. Diese Seen bieten doch ein atemberaubendes Panorama, oder nicht? Der zweite Kleinere ist übrigens auf dem Foto etwas links oberhalb zu sehen. Rechts im Bild ist der Durchgang ins Tal.

Immer wieder hatten wir auf unserer letzten Etappe Gleitschirmflieger über den Bergen gesehen. Wie wir später erfuhren, wurde zu dieser Zeit gerade ein internationaler Wettbewerb ausgetragen, wobei der Startplatz unmittelbar bei Greifenburg lag. Mit einem Anflug von Neid müssen wir sehen, wie die Flieger ohne jegliche Mühe in die Höhe gleiten oder sich wieder fallen lassen und unsereins hat schon platte Füße.

Eigentlich hatten wir gehofft, dass es nun nur noch bergab gehen würde. Nach einem beträchtlichen Abstieg zur Kaserleiten Alm müssen wir dann aber noch mal zweihundert Meter rauf, bis wir schließlich die Emberger Alm mit Parkplätzen, Gasthöfen und den gewohnten Annehmlichkeiten der Zivilisation erreichen.

Blick vom Zweiseentörl

Blick vom Zweiseentörl (2368m)
auf die zwei Seen

Der Abstieg bis nach Greifenburg würde auf asphaltierter Straße ziemlich langweilig verlaufen. Leider scheint nach einem Blick auf die Karte auch der Wanderweg über weite Strecken direkt an der Straße entlang zuführen. Rätselnd stehen wir vor einem Wegweiser, um den genauen Weg festzulegen, als uns ein Österreicher bedeutet doch mal mitzukommen. Etwas zögerlich kommen wir der Aufforderung nach. Er verschwindet in einem Bus - na toll denken wir - öffnet uns dann aber die Tür und lädt uns ein, einzusteigen. Bequem, wenn auch mit etwas Kitzeln im Bauch, denn bei jeder Spitzkehre denken wir, nun geht's geradeaus oder in die Leitplanke, werden wir bis nach Greifenburg gefahren. Zwischendurch hätten wir noch fast einen deutschen Daimler platt gewalzt, der den Bus offenbar zu spät bemerkte und großzügig auch die linke Fahrspur mitbenutzte. Mit qualmenden Reifen kamen wir nur wenige Zentimeter voneinander zum Stehen.

In Greifenburg angekommen, versorgen wir uns dann im nächstliegenden Supermarkt erst mal mit reichlich kalten Getränken und werden nach einer Weile von Ulrike und den Kindern abgeholt. Die sind froh, dass die Väter wieder wohlbehalten zurückgekommen sind. Aber das war schließlich auch nicht anders zu erwarten, oder?